In Voll- oder Teilzeit: Betriebswirt Weiterbildung

Kaufleute arbeiten auf sehr verschiedenen Qualifikationsebenen. Entsprechend unterschiedlich ist das Niveau der Betriebswirt Weiterbildung. Von der Industrie- und Handelskammer bis zur Universität.

Ein Betriebswirt – was ist das? Ein Kaufmann, der sich nach seiner betrieblichen Ausbildung weiter qualifiziert und Führungskompetenzen erworben hat. Er soll nun in der Lage sein, kaufmännische Arbeiten nicht nur zu erledigen, sondern sie in größeren Zusammenhängen für sich selbst und seine Mitarbeiter auch zu planen. Berufsbegleitend hat er sich die notwendigen Kenntnisse in Abend- und Wochenendkursen einer Industrie- und Handelskammer angeeignet und die Abschlussprüfung bestanden. Der Titel Technischer Betriebswirt schmückt ihn nun. Das ist eine der Möglichkeiten für die Betriebswirt Weiterbildung.

Eine andere führt über die Universitäten oder Fachhochschulen. Der Kaufmann erfüllt – etwa nach dem Erwerb der Fach- oder der Allgemeinen Hochschulreife – die Voraussetzungen für den Beginn eines Studiums. Da lernt er in sechs bis sieben Semestern (Fachhochschule) oder acht bis neun Semestern (Universität) alle notwendigen Lektionen aus Personalwesen, Marketing und Werbung, Rechnungs- und Finanzwesen, Controlling oder Absatzwirtschaft und bekommt mit dem Abschlusszeugnis eine Urkunde, die als Türöffner in die Führungsetagen auch großer Unternehmen dienen kann. Ein Diplom vergaben die Hochschulen früher, der Bachelor-Titel ist es nach der Durchsetzung des „Bologna-Prozesses“ in fast allen Studiengängen heute. Über ein paar Zusatzsemester erreichen begabte Studierende den Master. Das alles geht auch „nebenher“ – wenn man sich Berufstätigkeit und Studium an einer Fernuniversität gleichzeitig zutraut.

Zwischen dem Technischen Betriebswirt und dem mit akademischen Würden ausgestatteten Wirtschaftswissenschaftler entfaltet sich ein breites Spektrum für die Betriebswirt Weiterbildung. Nicht zu übersehen sind im Spiel der Farben zum Beispiel die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien oder die Berufsakademien. Wer da die Übersicht verliert, dennoch aber von der eingefahrenen Berufslaufbahn auf eine neue Spur wechseln will, kommt um ein Gespräch mit kompetenten Ratgebern kaum herum. Bei den Industrie- und Handelskammern, in den Studienberatungen der Hochschulen und Akademien und bei den Berufsberaterinnen und -beratern der Agentur für Arbeit sind sie zu finden.