Kreditnehmer, die bereits einen Kredit aufgenommen haben, sollten sich, sobald die Zinsentwicklung nach unten zeigt, um eine günstige Anschlussfinanzierung kümmern. Dies ist bei vielen Banken Jahre im voraus möglich.
Eine Baufinanzierung wird immer für eine bestimmte Laufzeit abgeschlossen. Selten sind die Darlehnsnehmer in der Lage, innerhalb der Zinsbindungszeit die Darlehen voll zu tilgen. Damit die neue Zinsvereinbarung keine Überraschung wird, kann sich der Darlehnsnehmer mit einem sogenannten Forward-Darlehen bis zu fünf Jahre im Voraus um eine Anschlussfinanzierung kümmern. Für die Ermittlung der neuen Zinssätze nehmen die Kreditinstitute das aktuelle Zinsniveau und rechnen pro Monat der Wartezeit einen bestimmten Zinszuschlag dazu. Diese Zuschläge sind von Kreditinstitut zu Kreditinstitut unterschiedlich, je nachdem, welchen Wert die Bank oder Sparkasse auf die Anschlussfinanzierung legt.
Der Kreditnehmer muss sich bei dem Angebot überlegen, ob sich eine frühzeitige Festlegung auf den neuen Zinssatz in Verbindung mit den Zuschlägen lohnt. Erwartet er in der Zeit bis zu seinem Zinsauslauf keine wesentliche Erhöhung des allgemeinen Zinsniveaus, sollte er mit der neuen Festschreibung warten. Droht eine Erhöhung, sollte er den Zins sichern.
14. September