Nach einer Wirtschaftstheorie sind das variable Kapital die Lohnkosten der Arbeiter, die in der Produktion beschäftigt sind. Gemäß der dahin gehenden Mehrwert-Theorie ist dieses Kapital also eine Wertschöpfung.
Im 19. Jahrhundert wurde die Theorie aufgestellt, dass die Lohnkosten der in der Produktion beschäftigten Arbeiter das variable Kapital sind. Das variable Kapital ist hinsichtlich der dahin gehenden Mehrwerttheorie, dass die Ausbeutung der Arbeiter der Ursprung des Profits sei, also eine Wertschöpfung. Durch die zu ihrer Produktion durchschnittlich notwendigen Arbeitszeit bestimmt sich der Wert der Arbeitskraft. Im Umkehrschluss sind dies also die Erhaltungs- und Lebenskosten der Lohnarbeiterklasse sowie des individuellen Lohnarbeitsarbeiters. Im Gegensatz zum variablen Kapital ist stets das konstante Vermögen.
In Bezug auf das konstante Kapital vertreten Anhänger dieser Theorie, dass dieses sich im Produktionsprozess selbst nicht vermehrt. Das konstante Kapital ist ein Teil des angelegten Unternehmer-Vermögens und wird lediglich erhalten. Dies geschieht durch die Übertragung des Tauschwerts durch die Arbeitskraft auf die hergestellte Ware. Anders als beim variablen Kapital, welches sich aus dem Lohn für die Arbeit definiert, ist dieses Kapital somit konstant. Das variable Vermögen vermehrt sie schließlich im Produktionsprozess dadurch, dass ein neuer Wert gebildet wird.
Aus zwei verschiedenen Teilen besteht das konstante Kapital. Diese verhalten sich in der Wertzirkulation differenziert. Von einem weiteren Ökonomen wurde das konstante Kapital deshalb auch als zirkulierendes beziehungsweise fixes Kapital betitelt. Aus größeren Ersatzteilen, Werkzeugen, Maschinen, Bauten und Landbesitz besteht die konstante Variante. Beim Start eines Unternehmens wird dieses angelegt. Auf die produzierte Ware wird der Tauschwert des Kapitals dann innerhalb des Abschreibungszeitraumes übertragen. Somit wird das fixe Vermögen also in amortisiertes fixes, in angewandtes fixes, in angelegtes fixes und in ursprünglich angelegtes fixes Kapital aufgeteilt. Das amortisierte Kapital hat seinen Wert bereits auf die Ware übertragen und ist abgeschrieben. Das angewandte Kapital wird gerade in der Produktion angewandt, während das angelegte noch nicht abgeschrieben ist, das ursprünglich angelegte fixe Kapital hingegen dient als Anlage.
13. Juli